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»Aber wenn sie noch niemand gesehen hat, dann kann das doch niemand wissen, oder? Und wo lebt sie überhaupt?« Ich merkte, dass Nuramon nun etwas zurück wich von mir. Er drehte sich um und lief los. Ich folgte ihm. »Du wirst alles früh genug erfahren. Jetzt aber beeil dich ein wenig.«
Die plötzliche Wandlung des Gesprächs und die Betonung auf beeil dich, fand ich ein wenig ungerecht. Denn wie ich feststellen musste, rannte ich bereits und Nuramon ging in normaler Geschwindigkeit. Das komische war nur, er war schneller. Wahrscheinlich ist das nur wieder einer der Zauber, genauso, wie sich offensichtlich jeden Tag die Farbe des Himmels änderte.

Nach einigen Stunden wurden er langsamer. Seitenstechen hatte ich schon lange. Aber eine Rast hatten wir nicht eingelegt. Endlich blieben wir stehen und der Elf schloss die Augen.
Erschöpft sah ich mich um. Wir standen auf einer Klippe, unter uns ein wunderschönes Tal. Bei genauerem Betrachten war ich mir sicher, dass dort unten ein riesiger, blau schimmernder See lag. Ich konnte mich kaum noch auf den Beinen halten, also setzte ich mich. Ich fühlte mich hier so geborgen und sicher. Es war ein Ort, den ich nie mehr verlassen wollte.

Über dem See lag ein leichter, dunkler Nebel. Dennoch schien es so, als ob die Sonne diesen Nebel erschuf. Der Wald, der ihn eingrenzte, war durch und durch von ihr geflutet und eine spürbare Wärme ging von ihm aus. Plötzlich schoss eine Flut aus Gedanken in meinen Kopf. Ich konnte mir diese nicht erklären. Ich wusste nur, dass ich

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